Wildgehege Glauer Tal
Ein Naturerlebnis der besonderen Art
Nur 30 Autominuten von der südlichen Berliner Stadtgrenze befindet sich das Wildgehege Glauer Tal. Auf dem 160 Hektar großen ehemaligen Truppenübungsplatz sind heute Dam-, Rot- und Muffelwild unter naturnahen Bedingungen zu beobachten. Besuchende können das Gelände auf ausgewiesenen Rundwanderwegen erkunden und die Wildtiere störungsfrei beobachten. Wenn es den Tieren zu viel wird, ziehen sie sich in ihre Ruhezonen zurück, die nicht betreten werden dürfen.
Der Eintritt erfolgt über das NaturParkZentrum. Leihen Sie sich doch gleich noch die passende Ausstattung aus oder machen Sie Ihren Besuch spannender mit einem Mitmachheft. Für Personen mit eingeschränkter Mobilität steht ein Wattmobil zur Verfügung
Betrieben wird das Freigehege von der Wild und Landschaftspflege Glau gGmbH , einem gemeinnützigen Betrieb des Landschafts-Fördervereins Nuthe-Nieplitz-Niederung e.V. Bis zu ihrem Abzug im Jahr 1994 wurde das Gelände des heutigen Wildgeheges von der Sowjetarmee als Truppenübungsplatz genutzt. Durch die intensive Befahrung durch Panzer entstand ein besonderer Lebensraum für Tiere und Pflanzen - das Offenland.
Schon kurz nach dem Abzug des sowjetischen Militärs hatten zahlreiche kleine Kiefernsämlinge ihre Wurzeln in die offene Sandfläche gesetzt. Der erste Schritt zur Entstehung eines Kiefernwaldes. Um das Aufwachsen eines Waldes zu vermeiden und den Lebensraum für wärmeliebende Arten wie Käfer, Spinnen, Hautflüglern und Heuschrecken zu erhalten, entschied sich der Landschafts-Förderverein, das Gebiet mit Wildtieren zu beweiden und für Besucher zugängig zu machen.
Das Projekt wird wissenschaftlich begleitet, um die Auswirkung der Beweidung durch Wildtiere auf Flora und Fauna zu untersuchen. Ökonomische Kennzahlen für die untersuchten Flächen werden ermittelt und bilden die Grundlagen für ähnliche Projekte zur Sicherung wertvoller Standorte. Grundlagen für die Bewertungen sind jahrelange Biotopkartierungen.