Naturpark Nuthe-Nieplitz
Wo Nuthe und Nieplitz entspringen
Etwa 20 km südlich von Berlin beginnt eine naturgeprägte Landschaft - der Naturpark Nuthe-Nieplitz. Die namensgebenden Flüsse Nuthe und Nieplitz entspringen im Fläming und strömen der Havel entgegen. In den Feuchtwiesen und naturnahen Bruchwäldern brüten viele selten gewordene Vogelarten. Im Frühjahr und Herbst rasten hier zehntausende Gänse und Kraniche. Ein absoluter Kontrast erwartet die Besucher:innen im Süden des Naturparks. Auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz Jüterbog ist ein einzigartiges Wildnisgebiet aus Dünen-, Heidelandschaften und Wäldern entstanden. Die Natur kann sich dort frei entwickeln und findet neue Rückzugsmöglichkeiten - ein wertvoller Lebensraum für zahlreiche Pflanzen und Tiere, wie zum Beispiel die seltene Europäische Wildkatze.
Was ist ein Naturpark?
Naturparke sind als Schutzgebietskategorie in §27 Abs.1 des Bundesnaturschutzgesetzes definiert.
Es handelt sich dabei um Kulturlandschaften, in denen seit Jahrhunderten Menschen leben und arbeiten. Gleichzeitig sind sie Lebensraum für viele, zum Teil seltene und geschützte Tier- und Pflanzenarten.
Das reiche Kultur- und Naturerbe macht diese Gebiete besonders attraktiv für Erholung und naturverträglichen Tourismus, dessen Förderung eine der wichtigsten Aufgaben des Naturparks ist.
In alle Formen der Landnutzung – insbesondere Land- und Forstwirtschaft – sollen Anliegen des Naturschutzes einbezogen werden, um diese besonderen Landschaften zu erhalten und zu entwickeln. Die Brandenburger Naturparke bestehen zu über 50 Prozent aus Natur- und Landschaftsschutzgebieten.
Als Ausgangspunkt für die Naturparkentwicklung gilt die Gründung des Naturschutzparks e. V. in der Lüneburger Heide Anfang des 20. Jahrhunderts.
In Deutschland gibt es derzeit 104 Naturparke – elf davon befinden sich in Brandenburg.
Weitere Informationen zum Naturpark Nuthe-Nieplitz: Website der Naturparkverwaltung